Hamburg
24. Juli 1943
14:38 Uhr
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Es ist ein heißer Tag. Die Hitze macht die lange Fahrt mit der Eisenbahn und dem Auto nicht unbedingt angenehmer, dazu noch die unbequeme Uniform…
Nun ja, was sollte es, es war schwer genug gewesen sie davon zu überzeugen mich für ein paar Tage nach Hause zu lassen. Schließlich war es mir gelungen, wenn auch nur unter strengster Bewachung und Aufsicht.
Tja, des "Führers Elite" sollte eben nichts zustoßen… tze.
Hoffentlich hat dieser verdammte Krieg bald ein Ende.
Unsere Reise hatte zumindest eines. Der Wagen hielt. Durch die getönten Scheiben sehe ich auf das, was ich mein zu Hause nannte. Ich war lange nicht hier gewesen… viel zu lange. Ist es jetzt noch mein zuhause?
Meine Begleiter steigen aus, man öffnet mir die Tür, man salutiert. Ich steige aus, bin geblendet. Die getönte Brille, die man mir gab, hält lange nicht so viel Licht ab wie die Fenster des Wagens.
So hell…
Sie sagten das gehe womöglich vorbei. Ich weiß es besser. Aber sie glauben mir nicht. Natürlich nicht.
Plötzlich ein Schrei, das Geräusch von schnellen Schritten. Ich drehe mich um und sehe sie … Hannah…
Meine süße, liebe, zarte Hannah.
Sie rennt auf mich zu, ich kann mich nicht rühren. Wenige Schritte vor mir bleibt sie stehen, schlägt die Hände vors Gesicht.
"Ja… Jakob…"
Ihre Stimme bricht, ist beinahe nicht zu hören. Ihre Augen... ihr Blick. Ein heißer Stich in meinem Herzen.
Ich hatte fast vergessen wie sehr ich mich verändert hatte…
Ich will ihr so vieles sagen, ihr so viel erklären… doch ich hatte plötzlich das Sprechen verlernt.
Stattdessen gehe ich auf sie zu, ziehe sie an mich, küsse sie, halte sie fest. Ich rieche den Duft ihrer Haare, spüre ihren Herzschlag, ihre Wärme. Sie zittert… dann beginnt sie zu schluchzen. Unkontrolliert, hemmungslos. Sie drückt sich fester an mich.
Ich kann nach wie vor nicht sprechen, ich kann sie nur festhalten…. Sie nie wieder loslassen… nie wieder gehen.
Aus dem Augenwinkel sehe ich die drei Offiziere sich betreten abwenden.
Ja, wendet euch ab…. Verschwindet am besten ganz…!
Ich schließe die Augen, genieße weiter Hannahs nähe, versuche sie zu beruhigen… mich zu beruhigen…
Schließlich räuspert sich einer der Offiziere.
"Herr Leutnant, wir.. sollten jetzt ins Haus gehen."
Ich löse meine Umarmung, werfe ihm einen kalten Blick zu. Ziemlich unwirksam, wegen der getönten Brille. Dennoch, ich nicke.
Ich führe Hannah ins Haus, sie zittert immer noch. Auch ich zittere. Drinnen ist es angenehm dunkel.
Erst als wir in der Stube sind finden wir beide unsere Stimme wieder.
"Ka… kann ich den Herren vielleicht etwas anbieten…?"
Ich muss lächeln. Süße Hannah… du hast dich nicht verändert. Im Gegensatz zu mir.
Ich blicke mich um. Alles wie es sein muss. Alles wie ich es kenne.
"Wo sind Maria und Hannes…?" Ich hatte eigentlich erwartet sie wie Hannah aus dem Haus stürmen zu sehen.
Sie blickt auf, schaut zu mir. „Sie sind bei Margot. Ich… ich dachte es wäre besser wenn…“ Ihre Stimme bricht erneut. Sie räuspert sich „Sie sind heute Abend wieder hier.“
Ich nicke, natürlich. Es ist für sie schon zu viel. Sie könnte den Kindern kaum einen starken Halt bieten… doch… ich verzehre mich nach meinen kleinen Engeln… ich will sie in den Armen halten, so wie ich ihre Mutter gerade gehalten hatte.
"Setzten Sie sich , meine Herren… ich bringe ihnen gleich etwas…" Ihre Stimme ruft mich zurück.
Die Offiziere schauen zu mir herüber. Ich nicke. Sie setzten sich.
Hannah verschwindet in der Küche… und ich folge dir.
"Lass mich dir helfen!" Rufe ich ihr nach…
… endlich allein.
Wir nehmen uns wieder in den Arm. Küssen uns…
… dieses Mal sehr viel leidenschaftlicher als noch unter den Augen meiner Begleiter.
Sie beginnt wieder zu schluchzen.
"Ich habe dich vermisst… so vermisst… jedes mal sagten sie du würdest wiederkommen. Und dann kamst du doch nicht… sie sagten es sei zu unsicher… und sie wollten mich nicht zu dir lassen… die Kinder… sie haben ständig nach dir gefragt…!"
Ich streiche ihr übers Haar. Lächle sie an… ein schmerzhaftes lächeln. Ich muss schlucken, und es dauert ein paar Sekunden ehe ich reden kann…
"Es tut mir leid…" Meine stimme zittert.
Ich fühle wie mir Tränen übers Gesicht laufen.
Dieses mal ist sie es die mich hält.
Ich drücke sie wieder an mich…
"Aber jetzt… jetzt bin ich bin zu Hause…"
Hamburg
24th July 1943
2:38 PM
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It’s a hot day. The long travel by train and car, it’s not a pleasure with this heat… and then this uncomfortable uniform…
Ah, well, however, it had been difficult enough to convince them to let me go home for a few days. Finally I succeeded, but at their insistence under close guard and observance.
Well, the ‘elite’ of the ‘Führer’ shouldn’t be harmed in any way… tze.
I hope, this goddamn war will be over, soon.
At least or traveling ended now. The car stops. I look through the tinted windows of the vehicle, I see what I called my home once. I stayed away for a long time… much too long time. I wonder, is it still my home?
My companions get out of the car, open the door for me, they give a salute. I get out as well, I am blinded. The tinted glasses they gave me, it doesn’t hold back much light, at least not as much as the car’s windows.
So bright…
They said that this will may go away. I know it won’t. But they won’t listen. Of course not.
A sudden scream, the noise of quick steps. I turn around and I see her…
Hannah…
My sweet, kind, delicate Hannah.
She runs towards me, I can’t move. A few steps away she stops, raises her hands up to her face.
“Ja… Jacob…”
Her voice breaks, is nearly impossible to hear. Her eyes… her look. A hot, stabbing pain in my heart.
I nearly forgot how much I changed…
I want to tell her so many things, explain so much… but for now I forgot how to speak.
Instead I approach her, pull her towards me, kiss her, hold her. I smell the scent of her hair, feel her heartbeat, her warmth. She’s shaking… then she starts to sob.
Without control… unrestrained. Her hug is getting closer.
I still can’t speak, I can just hold her… never let go off her again… never leave her again…
From the corner of my eye I can see the three officers standing next to us, they look away a little embarrassed.
Yes, look away… better… go away!
I close my eyes, enjoy being close to Hannah. I try to calm her down, calm myself down…
Finally one of the officers cleared his throat.
"Lieutenant, we should go inside now."
I free myself from Hannah’s embrace, giving him a cold look. Quite ineffective with those tinted glasses on. Anyhow, I nod.
I lead Hannah into the house, she is still shaking. I am shaking as well. The darkness inside is pleasant for my eyes.
When we enter the living room we both are able to speak again.
"Would... would you like something to drink, gentlemen?"
I start to smile. Sweet Hannah… you didn’t change at all. Not like me…
I look around. Everything is like it should be. Everything like I know it.
"Where are Maria and Hannes..?" I expected them to run out of the house like Hannah.
She looks at me. "They are with Margot. I … I thought it would be better… if…" Her voice breaks again. She clears her throat "They will be here this evening."
I nod. Of course. This is actually too much for her. She couldn’t care for the children as well… but anyways… I pine for my little angels… I want to embrace them, like I just embraced their mother.
"Please, sit down gentlemen. I’ll bring you something to drink." Her voice calls me back.
The officers look at me. I nod. They sit down.
Hannah walks into the kitchen and I follow.
"Let me help!" I call after her.
Finally… alone.
We embrace each other again. Kiss each other...
… much more passionate than under the observance of my companions.
She starts to cry again.
"I missed you.. I missed you so much… every time… they said you would come home. And then… you didn’t come. They said it was not save enough… and they didn’t want me to see you… the children.. they asked for you so many times…!"
I stroke her hair. I smile at her… a painful smile. I need to swallow and it takes a few seconds until I am able to speak…
"I am sorry…" My voice is shaking.
I feel how tears run down my face.
This time it is her, who hold me.
I press her closer towards me…
"But… but now… I am home…"
his is awesome i like the way
Oh wow... Again, the German
This only seems to add even more depth to Jack's character. I can't wait for more <3
Sehr sehr interessant ; )
Kann's kaum erwarten, mehr von ihm zu lesen *_*
(gerade durch Zufall schaute ich gestern "Napola" im Fernsehen o___o)
omg !! wunderschön
Ich wünschte ich könnte so gut schreiben wie du v.v
@Munkel
ich habs auch geschaut xD
@ Schutzgeist: loolll xD
Awww... so he wasn´t always
Beautifully written. <3
thanks alot for your nice
i am glad you enjoy the german as well as the english version... though i still think that my english writing is much weaker than the german but i think that's just natural xD
btw. blargh i forgot that 'Napola' came and missed it |D
edit: sorry for the evil bump... but i noticed how good this song works with the whole story...
♥